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Umschalten aufUn influencer che promuove integratori alimentari sui propri canali social con un codice sconto personalizzato; un contratto denominato franchising che contiene tutti gli elementi dell’agenzia; un patto di non concorrenza pagato con anticipi in costanza di rapporto; una clausola che attribuisce la giurisdizione al tribunale di Dubai. Sono alcuni dei casi su cui, nel 2024, la giurisprudenza sul contratto di agenzia è stata chiamata a pronunciarsi.
La rassegna raccoglie le decisioni più significative dell’anno in sedici temi, dalla forma del contratto alle provvigioni, dall’accesso ai documenti contabili allo scioglimento del rapporto e alle indennità, fino al rito applicabile e alla deroga della giurisdizione, e segnala dove gli orientamenti convergono e dove, come sulla clausola risolutiva espressa, restano divergenti.
Im Laufe des Jahres 2024 befasste sich die Rechtsprechung mit zahlreichen Profilen des Handelsvertretervertrags und klärte relevante Aspekte wie die Einstufung neuer Berufsgruppen wie Influencer in die Rolle des Handelsvertreters sowie Fragen im Zusammenhang mit dem anzuwendenden Verfahren, Provisionen, dem Zugang zu Buchhaltungsunterlagen, der Beendigung des Vertragsverhältnisses und damit verbundenen Entschädigungen, Wettbewerbsverboten, Schadensersatz und der Abgrenzung zur Geschäftsvermittlung. Es folgt eine thematische Analyse einiger der wichtigsten Entscheidungen.
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1. Forma del contratto di agenzia: distinzione tra esistenza e contenuto
L'Artikel 1742 Absatz 2 des Zivilgesetzbuchs. heißt es: "Der Handelsvertretervertrag bedarf der Schriftform". Die Vorschrift schreibt nicht die Schriftform ad substantiam vor: Der Vertrag kann auch mündlich wirksam geschlossen werden. Zu Beweiszwecken muss die Partei, die sich auf das Vertragsverhältnis berufen will, jedoch einen schriftlichen Nachweis für dessen Bestehen erbringen. Ein solcher Nachweis kann beispielsweise in einem Abtretungsschreiben, einer Geschäftskorrespondenz, einer unterzeichneten Auftragsbestätigung oder sogar einer beschreibenden Rechnung bestehen.
Ist das Bestehen des Vertrages bewiesen, kann der Inhalt der Absprachen stattdessen auch durch andere Beweismittel als die Schriftform rekonstruiert werden. Die Rechtsprechung - zuletzt Zivilkassation, Abt. II, Beschl. 13. Mai 2024, Nr. 13008 - hat klargestellt, dass sich einzelne Klauseln aus Zeugenaussagen, Vermutungen oder schlüssigem Verhalten ergeben können, sofern sie eindeutig und schlüssig sind.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Bestehen eines Vertrags zwar zwangsläufig ein schriftliches Dokument voraussetzt, sein Inhalt aber auch durch andere Beweismittel nachgewiesen werden kann, wenn zuverlässige und übereinstimmende Elemente vorliegen.
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2. Prova del rapporto di agenzia: criteri e onere probatorio
In una controversia avente a oggetto la qualificazione di un rapporto contrattuale, il Tribunale di Milano, con decisione confermata dalla Corte d’Appello, aveva riconosciuto il diritto dell’agente a percepire l’indennità sostitutiva del preavviso e l’indennità di fine rapporto, ravvisando nel contratto, pur formalmente denominato franchising, la presenza di elementi riconducibili al modello tipico dell’agenzia. Il rapporto veniva qualificato come contratto misto, contenente caratteristiche sia dell’agenzia sia del franchising.
Der Gerichtshof stellte fest, dass der geschlossene Vertrag, obwohl er als "Franchise" bezeichnet wird, alle Elemente einer Agentur aufweist, nämlich
- kontinuierliche Förderung von Verträgen im Namen eines Auftraggebers;
- Zwang zur Zoneneinteilung;
- Verpflichtung zur Ausschließlichkeit;
- Provisionsvergütung;
- die Verpflichtung des Auftraggebers, Verträge zu genehmigen;
- kaufmännische Ausbildung durch den Auftraggeber;
- Bereitstellung von Instrumenten und Berichterstattung durch den Auftraggeber.
Der Kassationsgerichtshof (15/03/2024, n. 6971) erklärte sowohl die Hauptberufung, die darauf abzielte, den ausschließlich kommerziellen Charakter der Vereinbarung zu bestätigen, als auch die Anschlussberufung, die darauf abzielte, die Vereinbarung ausschließlich als Agenturvertrag zu qualifizieren, für unzulässig. Das Kollegium wies erneut darauf hin, dass die rechtliche Einstufung des Vertrags sowie die Bewertung der Beweise eine dem Leistungsrichter vorbehaltene Beurteilung darstellt und nicht vom Gericht der Rechtmäßigkeit überprüft werden kann, es sei denn, es liegt ein Verstoß gegen die Regeln der Vertragshermeneutik vor, der im konkreten Fall nicht angemessen abgeleitet wurde.
La decisione si segnala nel quadro della giurisprudenza sull’agenzia per avere confermato che, in presenza di contratti complessi o atipici, l’individuazione della disciplina applicabile – anche laddove siano presenti elementi riconducibili all’agenzia – deve avvenire sulla base del contenuto sostanziale del rapporto e della funzione economico-sociale perseguita, e non della denominazione formalmente attribuita dalle parti. Non è dunque sufficiente l’emersione di singoli indici formali per invocare automaticamente l’applicazione della disciplina di cui agli artt. 1742 ss. c.c.
In tema di onere probatorio, la Corte ha infine ribadito che grava sull’agente che richiede le indennità di fine rapporto l’onere di provare l’esistenza dei presupposti di legge (Artikel 1751 des Zivilgesetzbuches), wonach Einwände, die sich auf die Beurteilung vorläufiger Feststellungen beziehen, in der Kassation nicht geltend gemacht werden können, wenn sie zu einem Antrag auf Neufeststellung des Sachverhalts führen.
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3. Wann ist ein Influencer ein Handelsvertreter?
Un tema innovativo affrontato nel 2024 è se l’influencer possa essere qualificato come agente di commercio. Nella sentenza del Tribunale di Roma, Sez. Lavoro, 04/03/2024 n. 2615 il giudice ha analizzato un contratto con cui una società incaricava alcuni social media influencer di promuovere i propri prodotti. La società ricorrente, attiva nella vendita online di integratori alimentari, aveva stipulato contratti di “influencer marketing” con vari sportivi e personaggi noti. A seguito di un accertamento ispettivo svolto da ENASARCO, era stato rilevato che tali influencer svolgevano in realtà un’attività assimilabile a quella di agenti di commercio: promuovevano stabilmente i prodotti della società sui propri canali social, ricevevano un compenso proporzionato alle vendite effettive (tramite un codice sconto personalizzato) e operavano in modo continuativo, emettendo numerose fatture periodiche.
L’ispettore aveva pertanto riqualificato tali rapporti come contratti di agenzia ai sensi dell’art. 1742 c.c., imponendo alla società il versamento dei contributi previdenziali e delle relative sanzioni. La società aveva quindi proposto giudizio di opposizione avverso il verbale di accertamento ENASARCO.
Das Gericht in Rom wies die Berufung mit folgender Begründung zurück:
- Die Aktivität der Influencer war in der Tat stabil und strukturiert, um den Verkauf über soziale Netzwerke zu fördern;
- La “zona determinata” coincideva con la comunità dei followers cui si rivolgevano i contenuti promozionali;
- Die im Vertrag festgelegte Autonomie und die kurze Kündigungsfrist schlossen den Agenturcharakter des Verhältnisses nicht aus;
- Die Gebühren waren im Wesentlichen provisionsbasiert und fielen bei erfolgreichen Bestellungen an. Sie wurden durch die Verwendung des vom Influencer in seinen Posts angebotenen Rabattcodes ermittelt, der dann vom Käufer (Follower) beim Kauf aktiviert wurde.
Der Richter unterschied auch die Figur der Influencer von der der Testimonials, die ebenfalls im Unternehmen tätig waren und Gegenstand der ENASARCO-Kontrolle waren: Während die Testimonials ihr Image lediglich zu Werbezwecken gegen ein festes Honorar zur Verfügung stellten, ohne direkt den Verkauf zu fördern, übten die Influencer eine echte Werbetätigkeit aus, die auf den Agenturvertrag zurückzuführen war.
Das Unternehmen wurde daher zur Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen und Bußgeldern in Höhe von rund 90 000 Euro verurteilt.
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4. Modifiche unilaterali del contratto di agenzia
La sentenza della Corte d’Appello di Brescia (12 gennaio 2024, n. 324) si sofferma su due aspetti di rilievo:
- die Rechtmäßigkeit der in den Tarifverträgen vorgesehenen Disziplin, die unter bestimmten Bedingungen eine einseitige Änderung des Handelsvertretervertrags durch den Auftraggeber ermöglicht;
- die Beschränkung durch die Pflicht zu redlicher und gewissenhafter Vertragserfüllung.
Nel caso esaminato, la preponente aveva comunicato una variazione del mandato derivante dalla perdita di un cliente, che incideva sulle provvigioni in misura inferiore al 20%: si trattava, pertanto, di una modifica “di media entità” ai sensi dell’AEC applicabile, realizzabile con semplice preavviso senza necessità di consenso dell’agente.
Der Gerichtshof bestätigte die uneingeschränkte Gültigkeit der Tarifklausel, die einseitige Änderungen des Auftrags innerhalb der üblichen Grenzen zulässt, und erinnerte daran, dass die Rechtsprechung zur Legitimität es für zulässig hält, dem Auftraggeber die Befugnis zur Änderung bestimmter Vertragsklauseln (z. B. des territorialen Geltungsbereichs oder des Umfangs der Aufträge) zu übertragen, sofern diese Änderungen nach den Grundsätzen von Treu und Glauben vorgenommen werden (Artikel 1175 und 1375 des Zivilgesetzbuchs).
Insbesondere wurde die Änderung rechtzeitig mitgeteilt, war durch objektive Umstände (Rücktritt des Kunden) gerechtfertigt und stellte kein schikanöses oder willkürliches Manöver zum Nachteil des Vertreters dar. Daher wurde die Änderung auch unter dem Gesichtspunkt der Wahrung von Treu und Glauben als rechtmäßig angesehen.
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5. Il diritto alle provvigioni
5.1. Provvigioni e dolo del preponente: rilevanza autonoma del comportamento omissivo
Appellationsgericht Mailand, Sektion II, Urteil vom 22. Juli 2024, Nr. 2162
La Corte d’Appello di Milano ha chiarito che il diritto dell’agente di ottenere le provvigioni (Artikel 1748 des Zivilgesetzbuches) è autonomo rispetto al diritto di verifica contabile previsto dall’Artikel 1749 des Zivilgesetzbuches: l’esercizio del diritto di verifica non sospende né interrompe la prescrizione del diritto provvigionale.
Con riferimento all’eccezione di dolo occultativo, il giudice ha ribadito che la sospensione della prescrizione ai sensi dell’Artikel 2941(8) des Zivilgesetzbuches. richiede una condotta che renda impossibile e non semplicemente difficile l’esercizio del diritto da parte del creditore. Nel caso di specie, la trasmissione da parte della preponente di dati aggregati – pur impedendo un controllo analitico – non aveva determinato l’impossibilità di agire, anche perché l’agente aveva manifestato dubbi già durante l’esecuzione del contratto.
Schließlich stellte der Gerichtshof klar, dass die Auslassung einzelner Rechnungen in den Kommissionsberichten an sich kein für die Hemmung der Verjährung relevantes vorsätzliches Fehlverhalten darstellt.
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5.2. Provvigioni e attività di incasso dell’agente
La Corte di Cassazione, con ordinanza n. 21312/2024, si è pronunciata sulla questione del compenso spettante all’agente per l’attività di incasso dei crediti del preponente. In particolare, ha ribadito il principio, già affermato in precedenti decisioni (Cass. n. 17572/2020; Cass. n. 21079/2013), secondo cui:
- Se l’attività di incasso è prevista fin dall’inizio del rapporto, il relativo compenso si presume compreso nella provvigione pattuita, senza diritto dell’agente ad un’ulteriore remunerazione autonoma;
- Se invece l’incarico di riscossione è affidato successivamente, esso configura una prestazione accessoria ulteriore rispetto al contratto originario e deve essere compensato separatamente, salvo che risulti una diversa volontà delle parti.
La Corte ha inoltre chiarito che l’Accordo Economico Collettivo (A.E.C. 2002 e 2009) prevede un compenso aggiuntivo per l’attività di incasso solo quando vi sia anche assunzione di responsabilità per errori contabili da parte dell’agente.
Nel caso esaminato, la Corte d’Appello di Genova aveva riconosciuto all’agente un compenso separato per l’attività di incasso, ritenendo illegittimo il conglobamento nella provvigione stabilito nel contratto individuale. La Cassazione ha cassato la sentenza, rilevando che la Corte territoriale non aveva correttamente applicato i principi di diritto sopra richiamati: avrebbe dovuto preliminarmente verificare se l’incarico di incasso era previsto fin dall’origine e se l’agente si fosse assunto una responsabilità contabile, prima di riconoscere il diritto a un compenso aggiuntivo.
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5.3. Provvigioni fuori zona e su affari indiretti
Appellationsgericht von Brescia, 12. Januar 2024, Nr. 324
Das Urteil wies die Klage des Vertreters auf Anerkennung von indirekten Provisionen für Verkäufe in seinem Gebiet, die ihm nicht mitgeteilt wurden, mit der Begründung ab, dass es sich um eine allgemeine Behauptung handele und dass die in Artikel 1748 Absatz 3 des Zivilgesetzbuches geforderten Voraussetzungen nicht nachgewiesen worden seien. Das Gericht bestätigte die Ablehnung des Vorlagebeschlusses ex Artikel 210 c.p.c. (Anm. d. Red.: wahrscheinlich auf der Grundlage desArtikel 1749 des Zivilgesetzbuches(auch wenn nicht ausdrücklich darauf Bezug genommen wird), zu Provisionsabrechnungen und Buchhaltungsunterlagen, wobei darauf hingewiesen wird, dass es sich dabei lediglich um Sondierungsgespräche handelt, da keine genauen Angaben zu den angeblich abgezweigten Geschäften gemacht werden.
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6. Accesso ai documenti e libri contabili del preponente
Der Handelsvertreter hat während der Dauer der Geschäftsbeziehung das Recht, über den Geschäftsumfang und den Verlauf der ihn betreffenden Verkäufe informiert zu werden (Art. 1749 des Zivilgesetzbuches) und eine regelmäßige Provisionsabrechnung zu erhalten. Abgesehen von diesen spezifischen Verpflichtungen stellt der Zugang zu den Büchern des Auftraggebers jedoch kein uneingeschränktes Recht dar. Die jüngste Rechtsprechung hat hier genaue Grenzen gezogen.
Cass. sec. II, ord. 10 Juli 2024, Nr. 18942
Das Recht des Handelsvertreters auf Zugang zu den Unterlagen des Auftraggebers gemäß Art. 1749 des Bürgerlichen Gesetzbuchs setzt den Nachweis eines besonderen Interesses an der Maßnahme voraus, das eng mit der Ausübung der sich aus dem Handelsvertretervertrag ergebenden Vermögensrechte verbunden ist. Ein solches Recht besteht nicht automatisch nach Beendigung des Vertragsverhältnisses: Es obliegt dem Handelsvertreter, zu behaupten und zu beweisen, dass die verlangten Unterlagen erforderlich sind, um seinen Anspruch auf Provisionen aus später abgeschlossenen Geschäften gemäß Art. 1748 Abs. 3 des Zivilgesetzbuchs zu überprüfen. Fehlt eine solche Behauptung, kann der Vertreter keinen Anspruch auf Vorlage der Unterlagen haben.
(Zivilkassation, Sek. II, 10. Juli 2024, Nr. 18942)
Quanto all’accesso alla documentazione ai sensi dell’art. 1749 c.c., la Corte ha precisato che l’agente ha diritto di ottenere copia dei documenti della preponente solo se dimostra l’interesse concreto all’accertamento di diritti patrimoniali (ad esempio provvigioni) ancora spettanti. Se il rapporto è cessato senza residui crediti provvigionali, l’agente non ha diritto all’esibizione della documentazione.
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7. Scioglimento del contratto
7.1. Scioglimento per giusta causa
Das Berufungsgericht Mailand bestätigte mit der Entscheidung Nr. 2251/2024 das Vorliegen eines berechtigten Grundes für die Beendigung des vom Auftraggeber ausgeübten Handelsvertretervertrages, wobei es die Verletzung der treuhänderischen Verpflichtung durch den Handelsvertreter hervorhob. Insbesondere erachtete das Gericht die Vertragsklausel, die der Handelsvertreter den Untervertretern auferlegt hatte (die so genannte Eintrittsgebühr in Höhe von 19.000,00 €), als willkürlich und gegen die Grundsätze von Treu und Glauben und Fairness verstoßend, da sie nicht durch objektive Erfordernisse, Vertragspraktiken oder nachgewiesene wirtschaftliche Bedürfnisse gerechtfertigt war. Nach Ansicht der Richter stellte das Verhalten des Vertreters, das darin bestand, dass er ohne vorherige Absprache mit dem Auftraggeber und ohne nachweisbare Vorteile für die beteiligten Vertreter benachteiligende Bedingungen einführte, ein Verhalten dar, das eine Kündigung ex Artikel 2119 des Zivilgesetzbuchesauch analog auf den Handelsvertretervertrag anwendbar.
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7.2. Scioglimento per mutuo consenso
Der Oberste Kassationsgerichtshof hat in seinem Beschluss Nr. 22138 vom 6. August 2024 bekräftigt, dass bei einem Handelsvertretervertrag eine vorzeitige Beendigung in gegenseitigem Einvernehmen auch bei Vorliegen einer Schriftformklausel für Vertragsänderungen zulässig ist. Wenn der Vertrag keine Schriftform vorschreibt, können die Parteien bei Strafe der Nichtigkeit auch stillschweigend auf den Vertrag verzichten, sofern sie sich eindeutig und in einer Weise verhalten, die mit ihrer Absicht, ihn aufrechtzuerhalten, nicht vereinbar ist.
In dem entschiedenen Fall wurde der gemeinsame Wille, die Beendigung des Arbeitsverhältnisses vorwegzunehmen, aus mehreren wichtigen Elementen abgeleitet: der Mitteilung an die Sozialversicherungsanstalt mit dem neuen Beendigungsdatum, der Entsendung eines neuen Vertreters in den bereits zugewiesenen Bereich und dem Fehlen von Einwänden seitens des Unternehmens. Diese Verhaltensweisen wurden als ausreichend angesehen, um eine einvernehmliche Beendigung des Arbeitsverhältnisses nachzuweisen, die auch bei Fehlen einer förmlichen Vereinbarung wirksam ist.
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8. Clausola risolutiva espressa nel contratto di agenzia
Im Jahr 2024 gibt es auch einen Kontrast in der Rechtsprechung zum Thema ausdrückliche Kündigungsklauseln.
Confrontando l’ordinanza n. 13792/2024 della Cassazione (Sez. II, 17 maggio 2024) e l’ordinanza n. 12865/2024 (Sez. II, 10 maggio 2024), emerge una diversa impostazione circa la necessità o meno di accertare la gravità dell’inadempimento ai fini della risoluzione automatica del contratto.
Im Besonderen:
- L’ordinanza n. 13792/2024 ha ribadito che, in presenza di una clausola risolutiva espressa sufficientemente tipizzata, il giudice non deve svolgere alcuna autonoma valutazione sulla gravità del fatto ai sensi dell’Artikel 1455 des Zivilgesetzbuches.: è sufficiente verificare che si sia realizzato l’inadempimento contemplato. Nel contratto di agenzia esaminato, la clausola vietava espressamente all’agente di trattare anche indirettamente affari per concorrenti. La Cassazione ha aggiunto che, ai sensi dell’Artikel 1228 des Zivilgesetzbuches, l’agente risponde anche per gli atti compiuti dal subagente scelto senza adeguata diligenza, trattandosi di responsabilità contrattuale. Pertanto, l’inadempimento del subagente (tentativo di stipula di un contratto con un concorrente) è stato imputato all’agente, senza che fosse necessario accertare la gravità ulteriore del fatto.
- L’ordinanza n. 12865/2024 ha invece stabilito che, in presenza di una clausola risolutiva espressa generica o di mero stile, il giudice deve comunque accertare la gravità dell’inadempimento secondo l’art. 1455 c.c. In quel caso, la clausola prevedeva la possibilità di risolvere il contratto in relazione al mancato raggiungimento di risultati di vendita, senza parametri chiari. La Cassazione ha richiesto quindi non solo la prova del fatto, ma anche la valutazione della sua incidenza effettiva sull’equilibrio contrattuale.
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9. Indennità di mancato preavviso
Mit dem Beschluss Nr. 6971/2024 bestätigte der Kassationsgerichtshof in vollem Umfang die erstinstanzliche Entscheidung des Gerichts von Mailand (Urteil Nr. 12344/2017) und anschließend die des Berufungsgerichts, indem er anerkannte, dass die Abfindung auch im Falle einer Beendigung des Vertragsverhältnisses durch den Handelsvertreter geschuldet ist, wenn der Beendigung nicht die Einhaltung der Mindestfrist gemäß demArtikel 1750 des Zivilgesetzbuches
Der Oberste Gerichtshof hat außerdem bekräftigt, dass in Ermangelung einer ausdrücklichen Vereinbarung oder eines förmlichen Verweises die Tarifverträge nicht automatisch auf den Vertrag anwendbar sind, selbst wenn er als Agenturvertrag eingestuft wird. Eine ergänzende Anwendung der AEC ist daher in Ermangelung eines ausdrücklichen Hinweises im Vertragstext oder im Verhalten der Parteien ausgeschlossen.
Von besonderer Bedeutung ist die vom Gericht gewählte Methode zur Bezifferung der Kündigungsentschädigung, die der Kassationsgerichtshof implizit für richtig hielt, da sie nicht Gegenstand eines begründeten Rechtsmittels war. Im Einzelnen führt der Gerichtshof aus:
- stellte fest, dass das Vertragsverhältnis von Juni 2008 bis Februar 2012 bestanden hatte und somit zum Zeitpunkt der Kündigung mehr als dreieinhalb Jahre vergangen waren;
- Es entschied daher, dass die Kündigungsfrist gemäß Artikel 1750 Absatz 3 des Bürgerlichen Gesetzbuchs sechs Monate hätte betragen müssen, während nur drei Monate gewährt worden waren;
- Folglich erkannte sie das Recht auf eine dreimonatige Abfindung an.
Für die Berechnung wurde ein objektives Kriterium auf der Grundlage des monatlichen Durchschnitts der erhaltenen Provisionen herangezogen, das aus den vorliegenden Buchhaltungsunterlagen abgeleitet wurde und von der Gegenpartei nicht ausdrücklich bestritten wurde. Insbesondere:
- der Durchschnitt der in den letzten zwei Jahren vor der Kündigung erhaltenen Provisionen zugrunde gelegt;
- dieser Durchschnitt wurde mit 3 Monaten multipliziert, was der nicht eingehaltenen Kündigungsfrist entspricht;
- Der Gesamtbetrag, der unter diesem Posten verbucht wurde, beläuft sich nach den vorliegenden detaillierten Aufstellungen auf 16.500,00 €.
Dieses Kriterium beruht unmittelbar auf der Logik von Artikel 1750 des Zivilgesetzbuches, der zwar keine Berechnungsformel enthält, aber impliziert, dass der Wert der Entschädigung den Kündigungsverlust wirtschaftlich ausgleichen muss, der in der Regel durch den Verlust des durchschnittlichen Provisionseinkommens ermittelt wird.
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10. Indennità di fine rapporto
10.1. Beweislast und 1751 Zivilgesetzbuch.
Mit dem Beschluss Nr. 13008 vom 13. Mai 2024 hat sich der Kassationsgerichtshof mit der Frage der Abfindung gemäß Artikel 1751 des italienischen Zivilgesetzbuches befasst und das Urteil des Berufungsgerichts Brescia in einem Fall aufgehoben, der nicht durch einen Tarifvertrag geregelt war.
Der Gerichtshof bekräftigte, dass bei Fehlen einer AEC die in Artikel 1751 des Bürgerlichen Gesetzbuchs genannten Voraussetzungen mit besonderer Strenge geprüft werden müssen, da es sich um normative und nicht um präsumtive Bedingungen handelt. Es ist daher erforderlich, auf der Grundlage der vom Handelsvertreter vorgelegten Beweise sowohl die tatsächliche Zunahme der Kunden oder die Entwicklung der Geschäftstätigkeit als auch das Fortbestehen wesentlicher Vorteile für den Unternehmer nach Beendigung der Geschäftsbeziehung zu prüfen.
Im vorliegenden Fall hatte das Berufungsgericht die Rügen des Klägers mit der Begründung zurückgewiesen, dass die Kritik am erstinstanzlichen Urteil und am Gutachten des gerichtlich bestellten Sachverständigen allgemeiner Natur sei und die Berechnungen der CTU nicht konkret angefochten worden seien. Der Kassationsgerichtshof hingegen betonte, dass nicht die Richtigkeit der Berechnungen beanstandet wurde, sondern das Fehlen der rechtlichen Voraussetzungen für die Anerkennung der Entschädigung. Diese Beurteilung obliegt allein dem Richter und kann nicht an den technischen Berater delegiert werden, dessen Rolle sich darauf beschränkt, den Richter bei der Feststellung des Sachverhalts zu unterstützen und nicht über den Anspruch zu entscheiden.
Die Berufungsentscheidung wurde daher mit der Begründung aufgehoben, dass die Gründe nur scheinbar waren: Das Landgericht hat sich nicht mit den vom Rechtsmittelführer aufgeworfenen tatsächlichen Fragen befasst und keine unabhängige Prüfung des Entschädigungsanspruchs vorgenommen, sondern seine Verurteilung allein auf das Gutachten des Sachverständigen gestützt und damit gegen die Kompetenzverteilung zwischen dem Richter und dem gerichtlich bestellten Sachverständigen verstoßen.
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10.2. Applicabilità ed esclusione AEC
Mit dem Beschluss Nr. 24121 vom 9. September 2024 entschied der Kassationsgerichtshof über das Thema der Kündigungsentschädigung gemäß Artikel 1751 des Zivilgesetzbuches und klärte damit das Zusammenspiel zwischen individuellen Vertretungsverträgen und dem kollektiven Wirtschaftsvertrag (CEC).
In dem untersuchten Fall bezog sich der Vertrag ausdrücklich auf die AEC des Industriesektors, machte aber die Zahlung des Ausgleichs vom Vorliegen der in Artikel 1751 des Zivilgesetzbuches genannten Bedingungen abhängig. Das Berufungsgericht Rom, das diesen Ansatz akzeptierte, verweigerte dem Handelsvertreter den Ausgleich mangels der gesetzlichen Voraussetzungen (neuer Kundenstamm oder Geschäftsentwicklung mit dauerhaftem Nutzen für den Auftraggeber) und hielt die pauschalen Kriterien des AEC für unanwendbar.
Der Oberste Gerichtshof erklärte die Berufung des Handelsvertreters für unzulässig und bestätigte die Auslegung des Landgerichts: Wenn der Handelsvertretervertrag auf Artikel 1751 des Bürgerlichen Gesetzbuchs als Grundlage für den Ausgleichsanspruch verweist, gelten nicht automatisch die günstigeren Kriterien des AEC. In Ermangelung einer Klausel, die die kollektive Disziplin vollständig umsetzt, müssen die Bedingungen der Entschädigung nach den strengen Anforderungen des Gesetzes ermittelt werden.
La decisione ribadisce che l’applicazione degli AEC non può prescindere dalla volontà negoziale delle parti e che l’accertamento del diritto all’indennità spetta al giudice, non potendosi inferire da automatismi contrattuali se questi non sono espressamente previsti.
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11. Patto di non concorrenza post-contrattuale
Das Wettbewerbsverbot, das den Handelsvertreter nach Beendigung des Vertragsverhältnisses bindet, unterliegt ausdrücklich den Bestimmungen desArtikel 1751-bis des Zivilgesetzbuches. Sie muss schriftlich erfolgen, darf höchstens zwei Jahre gelten und berechtigt den Vertreter zu einer zusätzlichen Entschädigung.
Mit der Verordnung Nr. 23331 vom 29. August 2024 befasst sich der Oberste Kassationsgerichtshof erneut mit dem Wesen und der rechtlichen Regelung des Wettbewerbsverbots, das im Rahmen eines Handelsvertretervertrags gemäß Artikel 1751-bis des italienischen Zivilgesetzbuchs vereinbart wurde, und geht dabei insbesondere auf die Ausnahmeregelung für das Erfordernis der Ernsthaftigkeit und die Modalitäten der Zahlung der Entschädigung ein.
Nach Ansicht des Obersten Gerichtshofs kann das Wettbewerbsverbot auch bei Fehlen einer konkret bestimmten und gesonderten Gegenleistung gültig abgeschlossen werden, da Artikel 1751-bis des Zivilgesetzbuchs keine ausdrückliche Nichtigkeitssanktion für den Fall der Nichtentschädigung vorsieht. Die gesetzliche Bestimmung überlässt die Festlegung der Höhe der Entschädigung den Verhandlungen zwischen den Parteien unter Berücksichtigung der Tarifverträge, der Dauer (höchstens zwei Jahre) der Bürgschaft, der Art des Vertrags und der Kündigungsentschädigung. Kommt keine Einigung zustande, muss der Richter die Entschädigung nach billigem Ermessen festlegen.
Im vorliegenden Fall hatte ein Handelsvertreter die Gültigkeit einer Klausel angefochten, die die Zahlung der Entschädigung für das Wettbewerbsverbot in Form von Vorschüssen vorsah, die während der Laufzeit des Vertrags als Prozentsatz der Provisionen und nicht zum Zeitpunkt seiner Beendigung gezahlt wurden. Das Berufungsgericht Triest hatte diese Methode für rechtmäßig erachtet und das Argument des Klägers zurückgewiesen, dass die Entschädigung provisionsunabhängig und unabhängig von der während der Vertragslaufzeit angefallenen Vergütung sein müsse.
Der Oberste Gerichtshof bestätigt den Ansatz der Güterichter, indem er feststellt, dass, wenn die Vereinbarung an sich abdingbar ist, dies erst recht für den Fall gilt, dass sie quomodo ist: Die Parteien können daher auch andere Zahlungsformen als die herkömmlichen vereinbaren, einschließlich Ratenzahlungsvereinbarungen oder in die periodischen Gebühren integriert, sofern eine mögliche Endabrechnung möglich ist. Eine Klausel, die eine Vorauszahlung des Entgelts, eventuell auch in Form einer Provision, vorsieht, ist daher nicht unwirksam, wenn dies im Einklang mit dem vertraglichen Gesamtgleichgewicht geschieht.
Der Beschluss steht im Einklang mit der bereits vom Kassationsgerichtshof Nr. 12127/2015 und 13706/2017 verfolgten Linie, wonach die Regelung des Artikels 1751-bis des Zivilgesetzbuchs. - eingeführt durchArtikel 23 L. 422/2000 - hat keinen zwingenden Charakter und schützt auch keine allgemeinen öffentlichen Interessen, sondern setzt lediglich einen Rahmen, von dem durch Vereinbarung abgewichen werden kann. Daraus ergibt sich ein breiter Verhandlungsspielraum bei der Ausgestaltung der Vereinbarung, auch in Bezug auf die Vergütung.
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12. Risarcimento del danno nelle controversie di agenzia
Neben den Provisionen und Entschädigungen kann der Handelsvertreter auch Schadensersatz für ein Fehlverhalten des Auftraggebers verlangen. Typische Fälle sind: unrechtmäßige Kündigung des Vertrags (zusätzlich zu der bereits entschädigten fehlenden Kündigung), Verdienstausfall für entgangene Provisionen aufgrund von Handlungen des Auftraggebers oder Schädigung des beruflichen Ansehens des Vertreters.
Allerdings ist die Rechtsprechung bei der Anerkennung weiterer Entschädigungen eher restriktiv, um Überschneidungen mit den bereits vorgesehenen Schutzmaßnahmen zu vermeiden. So hatte der Handelsvertreter in der Rechtssache Cass. 13792/2024 eine hohe Entschädigung (fast 1,95 Mio. EUR) für entgangene Gewinne gefordert, die den durch die Beendigung des Vertragsverhältnisses entgangenen künftigen Einnahmen entsprechen. Da jedoch die Rechtmäßigkeit der Beendigung des Vertragsverhältnisses aufgrund des eigenen Verstoßes des Vertreters festgestellt wurde, wurde der Schadensersatzanspruch rundweg abgelehnt. Generell gilt, dass der Handelsvertreter, wenn die Beendigung des Arbeitsverhältnisses rechtmäßig erfolgt ist (mit Kündigungsfrist oder aus einem gerechten, dem Handelsvertreter zuzurechnenden Grund), keinen über die vertraglich vorgesehene Entschädigung hinausgehenden Schadenersatz verlangen kann.
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13. Procacciatore d’affari e agente di commercio: differenze operative
La giurisprudenza del 2024 conferma criteri ormai consolidati nella qualificazione dei rapporti di agenzia, ribadendo con chiarezza il discrimine rispetto al procacciamento d’affari. In particolare, viene richiamato il principio secondo cui l’agenzia si caratterizza per la continuità e stabilità dell’attività promozionale e per l’inserimento organizzato dell’agente nella rete del preponente, in contrapposizione alla saltuarietà e occasionalità propria del procacciatore.
La giurisprudenza recente (Trib. Roma 2024 n. 2615; Cass. 16565/2020; Cass. 35740/2022) ribadisce che il contratto di agenzia si distingue per la continuità e stabilità dell’attività promozionale a favore del preponente, in una zona o settore determinato, con remunerazione prevalentemente provvigionale e possibile diritto di esclusiva. L’agente opera autonomamente ma con vincolo di assiduità, rendendo conto dell’attività svolta.
Vielmehr übt der Geschäftsvermittler eine gelegentliche Tätigkeit aus, ohne eine feste Verpflichtung oder Einbindung in die Organisation des Auftraggebers, und beschränkt sich auf die gelegentliche Meldung von Geschäften (siehe Kassationsgerichtshof 19828/2013; Kassationsgerichtshof 13629/2005).
La recente ordinanza Cass. 10656/2024 conferma questo quadro, precisando che la continuità dell’attività e la stabilità della collaborazione sono elementi sufficienti a qualificare il rapporto come agenzia. Nel caso deciso, la società ricorrente sosteneva che mancasse la prova di un vero obbligo di promozione da parte dei collaboratori. Tuttavia, la Corte ha ritenuto che l’obbligo di agire si desume dalla struttura e dall’organizzazione stabile del rapporto: non è necessario isolare la prova di un vincolo giuridico distinto, poiché la stabilità e l’inserimento nella rete del preponente sono già indici tipici del contratto di agenzia.
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14. Rapporto tra incaricati alla vendita diretta a domicilio e contratto di agenzia
(Corte d’Appello di Roma, Sez. lavoro, 23 febbraio 2024, n. 791)
La Corte ha stabilito che tra preponente e agenti incaricati alla vendita diretta a domicilio non sussisteva un rapporto di agenzia, annullando il verbale ispettivo e l’obbligo di versamento dei contributi previdenziali.
Bestätigte Grundsätze: Die Tätigkeit des Direktvermittlers, die durch die Gesetz Nr. 173/2005, non costituisce automaticamente un contratto di agenzia. Il D.Lgs. n. 147/2012, art. 7, precisa che, per la configurabilità del contratto di agenzia nella vendita a domicilio, occorre la presenza di:
- eine verbindliche vertragliche Verpflichtung zur Teilnahme an Werbemaßnahmen;
- territoriale Exklusivität;
- Beschränkungen der Dauer des Dienstes.
Im konkreten Fall (Urteil Nr. 791/2024) stellte der Gerichtshof Folgendes fest:
- Die Ernennungsschreiben enthielten keine Verpflichtung zur Beförderung;
- Die Handelsvertreter arbeiteten frei, ohne Gebietszuweisung und ohne Mindestumsatzziele;
- Es war jederzeit möglich, die Tätigkeit ohne Vorankündigung oder Strafe zu unterbrechen;
- es gab keine echte Gebietsexklusivität, sondern nur ein allgemeines Wettbewerbsverbot.
Weitere Elemente:
- L’attività era svolta sulla base di semplici autorizzazioni alla vendita e il compenso era legato esclusivamente agli ordini effettivamente conclusi.
- La pianificazione logistica interna del preponente (organizzazione delle filiali, mezzi di consegna) non bastava a configurare un vincolo contrattuale di attività promozionale da parte dell’agente.
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15. Das anzuwendende Verfahren: ordentliches oder arbeitsrechtliches Verfahren?
La Corte di Cassazione (Cass. civ., Sez. lavoro, Ord., 11 settembre 2024, n. 26722), decidendo su un regolamento di competenza, ha stabilito che nelle controversie relative al contratto di agenzia occorre avere riguardo alla natura sostanziale del rapporto e non alla sua formale intestazione. Nel caso di specie, pur essendo il contratto sottoscritto da una società, l’attività era svolta personalmente e senza autonoma organizzazione imprenditoriale dall’agente. È stata dunque riconosciuta la competenza funzionale del giudice del lavoro ai sensi dell’Artikel 409 Absatz 3 der Zivilprozessordnung. und hob damit das Urteil auf, das die Zuständigkeit der ordentlichen Gerichte abgelehnt hatte.
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16. Clausola di deroga della giurisdizione nel contratto di agenzia
Con l’ordinanza n. 15389/2024, le Sezioni Unite della Cassazione si sono pronunciate sulla validità e l’efficacia di una clausola di deroga convenzionale della giurisdizione contenuta in un contratto di agenzia internazionale. Nel caso di specie, il contratto attribuiva la competenza esclusiva al Tribunale di Dubai. Il Tribunale di Lucca aveva accolto l’eccezione di difetto di giurisdizione sollevata dalla preponente italiana; la Corte d’Appello di Firenze, in riforma, aveva invece ritenuto sussistente la giurisdizione italiana, valorizzando la condotta dell’agente estero che aveva agito in Italia.
Die Vereinigten Sektionen gaben der Berufung statt und bekräftigten, dass eine Gerichtsstandsklausel, die gemäß Artikel wirksam vereinbart und schriftlich niedergelegt wurde.Artikel 4(2), Gesetz 218/1995, ha natura esclusiva e vincolante, a meno che le parti non abbiano espressamente previsto il carattere facoltativo dell’opzione. La semplice proposizione della domanda davanti al giudice italiano da parte dell’agente straniero non determina il superamento della deroga pattizia.
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Cosa verificare prima di agire
- Conservare una prova scritta dell’esistenza del contratto di agenzia (lettera di incarico, corrispondenza commerciale, conferma d’ordine firmata): il contenuto delle clausole può essere provato con altri mezzi, l’esistenza no.
- Prima di qualificare come “influencer marketing” o testimonial un rapporto promozionale, verificare se il compenso è legato alle vendite (codice sconto) e se l’attività è stabile e continuativa: in tal caso il rapporto può essere riqualificato come agenzia, con i relativi obblighi contributivi.
- Nelle modifiche unilaterali del mandato, controllare i limiti dell’AEC applicabile (entità della variazione, preavviso) e la giustificazione oggettiva, nel rispetto di correttezza e buona fede.
- Per il compenso dell’attività di incasso, verificare se l’incarico era previsto fin dall’origine del rapporto e se l’agente ha assunto la responsabilità per errori contabili.
- Se il contratto richiama l’art. 1751 c.c. e non recepisce integralmente l’AEC, accertare i presupposti di legge dell’indennità (nuova clientela o sviluppo degli affari, vantaggi persistenti per il preponente).
- Nei contratti internazionali, verificare se la clausola di deroga della giurisdizione è stipulata e provata per iscritto ai sensi dell’art. 4, comma 2, l. n. 218/1995: in tal caso vincola anche l’agente che agisce davanti al giudice italiano.
Domande frequenti
Un influencer può essere un agente di commercio?
Sì, secondo il Tribunale di Roma (sent. n. 2615/2024): quando promuove stabilmente i prodotti sui propri canali social, riceve un compenso proporzionato alle vendite tracciate con un codice sconto personalizzato e opera in modo continuativo, il rapporto è riconducibile al contratto di agenzia, con i relativi obblighi contributivi. Diverso è il testimonial, che presta la propria immagine dietro un compenso fisso senza promuovere direttamente vendite.
Il patto di non concorrenza dell’agente è valido senza un corrispettivo determinato?
Sì: per Cass. n. 23331/2024 l’art. 1751-bis c.c. non prevede la nullità del patto per mancata remunerazione; in mancanza di accordo l’indennità è determinata dal giudice in via equitativa, e le parti possono pattuire anche pagamenti anticipati in costanza di rapporto, purché sia possibile un conguaglio finale.
Gli Accordi Economici Collettivi si applicano automaticamente al contratto di agenzia?
No: per Cass. n. 6971/2024 e n. 24121/2024, in assenza di espressa pattuizione o di un rinvio, gli AEC non si applicano in via suppletiva; se il contratto richiama l’art. 1751 c.c. come fondamento dell’indennità, i presupposti vanno accertati secondo la legge e non secondo i criteri forfettari dell’AEC.